IXON vs. Secomea

Einheitliche Cloud-Plattform vs. mehrstufige VPN-Architektur: Ein direkter Vergleich für Maschinenbauer.

Die Lösungen im Überblick: IXON vs. Secomea

Sowohl IXON als auch Secomea bieten industrielle Fernzugriffslösungen und Edge-Konnektivität an, basieren jedoch auf grundlegend unterschiedlichen Softwarearchitekturen, Lizenzstrukturen und Hardware-Erweiterungsmodellen.

IXON

IXON: Einheitliche Cloud-Plattform und Edge-Gateways

IXON bietet eine moderne Cloud-Plattform, die speziell für Maschinenbauer entwickelt wurde. Anstatt zwischen verschiedenen Softwareprogrammen hin- und herzuwechseln, verwalten Sie den Fernzugriff, die Benutzerrechte und die Maschinendaten direkt in Ihrem Webbrowser, und das mit unbegrenztem Benutzerzugriff. Die Plattform umfasst einen kostenlosen Standard-Fernzugriff sowie optionale SaaS-Pakete für Serviceportale und Maschinendaten.

Secomea

Secomea: Mehrstufige VPN-Infrastruktur und Gateways

Secomea bietet Fernzugriffs-Gateways an, die auf einer mehrschichtigen Komponentenstruktur basieren. Das Ökosystem des Unternehmens vereint Hardware- oder Software-Gateways (SiteManager), eine gehostete VPN-Serverinfrastruktur (GateManager) und eine VPN-Client-Software für den Desktop (LinkManager). Um diese einzelnen Komponenten über eine einzige Oberfläche zu verwalten, bietet Secomea eine übergreifende Softwareebene namens Secomea Prime an.

 

IXON vs. Secomea auf einen Blick

Kategorie IXON Secomea

Plattformarchitektur

Einheitliche Cloud-native Plattform:
Eine zentrale Cloud-Schnittstelle zur Verwaltung aller Gateways, Benutzer und Maschinendaten.

Mehrschichtige Architektur:
Aufgeteilt auf GateManager (Server), LinkManager (Client) und Secomea Prime (Verwaltungsschicht).

Methoden für den Fernzugriff

Webbasiert und für mehrere Betriebssysteme geeignet:
DirectVPN, EasyControl (VNC+HTTP), StationAccess (RDP+SSH), LiveView (RTSP) für Windows, macOS, Linux, iOS und Android.

Desktop-Client:
VPN, VNC, HTTP, SSH und RDP über den Windows-Client (LinkManager). Browserbasierte mobile Lösung; keine nativen mobilen Apps.

Gateway-Reihe

Uneingeschränkte Expansion:
Ethernet, Mobilfunk (SIM/eSIM), WLAN, Kombi-Edge-Gateways und rein softwarebasierte Integration von IXagent. Unbegrenzte Anzahl lokaler IP-Endpunkte.

Abgedeckte Hardware:
Ethernet, WLAN und Mobilfunk (keine Kombimodelle). Die Anzahl der IP-Endpunkte ist auf 10 (15xx) bzw. 100 (35xx) pro Gerät begrenzt.

Sicherheit und Compliance

Zertifizierter Prozess und zertifiziertes Produkt:
Zertifiziert nach IEC 62443-4-1 (Prozess) und IEC 62443-4-2 (Produkt) durch Bureau Veritas, zertifiziert nach ISO 27001/27017/27701. Öffentliches NIS2/CRA Trust Center.

Teilakkreditierung:
Zertifiziert nach IEC 62443-4-1; nach 62443-4-2 durch den Anbieter bewertet. Erklärung zur Übereinstimmung mit den Leitlinien der ISO 27002 (kein ISO 27001-Audit).


Führung

Standardmäßige Identitätsprüfungen:
Rollenbasierter Zugriff, SSO, SCIM-Provisioning, zeitgebundene Genehmigungsworkflows und IXON Oversight – alles sofort einsatzbereit.

Mehrstufige Steuerung:
MFA ist enthalten; für SSO, SCIM-Provisioning und Workflows zur Zugriffsgenehmigung sind höherpreisige Secomea Prime-Tarife erforderlich.

Flottenmanagement

Zentrale Cloud-Steuerung:
Gerätevorlagen, drahtlose Inbetriebnahme und Fern-Firmware-Updates für die gesamte Hardware über ein einziges Portal.

Einrichtung auf Geräteebene:
Router-Einrichtung über die lokale Weboberfläche von SiteManager; für größere Bereitstellungen stehen Automatisierungstools zur Verfügung.

Erweiterbarkeit

Offenes IIoT-Ökosystem:
Native REST-APIs, MQTT und App Engine in der IXON Cloud. Lokales Hosting von Docker-Containern auf SecureEdge Pro.

Geschlossene Add-ons:
Datenaufzeichnung über JSON-Dateien; API-Zugriff auf die Premium-Stufe beschränkt. Keine SDK- oder Docker-Unterstützung.

Zusammenarbeit

Spezielles Serviceportal:
Integriertes Portal für die sichere Zusammenarbeit mit externen Lieferanten, Systemintegratoren und Endkunden.

Nur Branding:
Individuelles Branding ist in der Premium-Stufe verfügbar. Es gibt kein eigenes externes Serviceportal.

Support

Direkte Unterstützung durch Experten:
Kostenloser direkter technischer Support während der Geschäftszeiten in der EU und den USA sowie eine aktive Entwicklerdokumentation.

Gestaffelte Unterstützung:
Es wird Basis- und Standard-Support angeboten; im Rahmen eines kostenpflichtigen SLA steht ein 24/7-Support zur Verfügung.

Preise

Vorhersehbare Preisgestaltung:
Unbegrenzte Anzahl an Benutzern, Geräten, gleichzeitigen VPN-Verbindungen und Datenvolumen inklusive. Pauschalpreis von 300 € pro Monat für erweiterte SaaS-Funktionen.

Modular und stufenweise: 
GateManager-Gebühren pro aktivem Gateway, LinkManager-Lizenzen pro gleichzeitigem Benutzerplatz, gestaffelte Prime-Gebühren und IP-Endpunktblöcke.

IXON vs Secomea: Funktionen für den Fernzugriff

Software

Sowohl IXON als auch Secomea richten sichere ausgehende VPN-Tunnel ein, ohne dass dafür eingehende Firewall-Ports geöffnet werden müssen. Der wesentliche Unterschied im Betrieb liegt in der Zugänglichkeit. IXON bietet eine moderne, webbasierte Benutzeroberfläche. Serviceteams können direkt über einen beliebigen Webbrowser oder eine native App für iOS, Android, Windows, macOS und Linux auf Maschinen-HMIs, SPS und Kamerastreams zugreifen. Dabei werden unter anderem VNC, HTTP, RDP, SSH und RTSP unterstützt, ohne dass eine ressourcenintensive Clientsoftware installiert werden muss.

Secomea leitet Verbindungen hingegen über den LinkManager, einen ausschließlich unter Windows verfügbaren Desktop-Client, oder über LinkManager Mobile, einen Web-Client mit eingeschränkter Protokollunterstützung. Die Systemverwaltung verteilt sich auf drei verschiedene Werkzeuge: GateManager für die Serververwaltung, LinkManager für den Benutzerzugriff und Secomea Prime für die zentrale Verwaltung.

Hardware

IXON bietet ein umfassendes Sortiment an industriellen Edge-Gateways, darunter Ethernet-, Mobilfunk- (SIM und eSIM), WLAN- und Kombimodelle sowie die Softwarelösung IXagent. Der SiteManager von Secomea ist als Ethernet-, WLAN- und Mobilfunkmodell erhältlich, bietet jedoch keine Hardwarevariante, die diese Verbindungsmöglichkeiten kombiniert. Auch die Erweiterung des Maschinennetzwerks wird von den beiden Anbietern unterschiedlich gehandhabt.

Bei IXON unterstützt jedes Gateway standardmäßig eine unbegrenzte Anzahl von IP-Endpunkten hinter dem Router. Der SecureEdge Pro kann zudem lokale Docker-Container ausführen. Dadurch können Ingenieure benutzerdefinierte Edge-Anwendungen und lokale Logik direkt auf Maschinenebene betreiben.

Für die Hardware-Gateways von Secomea gelten hingegen feste Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der IP-Endpunkte: Die 15xx-Serie unterstützt maximal 10, die 35xx-Serie maximal 100 IP-Endpunkte. Für die Anbindung größerer Maschinennetzwerke müssen zusätzliche Lizenzblöcke für IP-Endpunkte erworben oder ein Hardware-Upgrade durchgeführt werden.

IXON vs Secomea: Benutzerfreundlichkeit

Flottenmanagement

Mit IXON lassen sich Firewall-Regeln, Gerätevorlagen und Firmware-Updates für den gesamten Gerätepark über ein einziges Cloud-Portal verwalten, ohne dass zusätzliche Softwaremodule erforderlich sind. Bei Secomea hingegen werden die Gateways einzeln über die lokale Weboberfläche des SiteManagers konfiguriert. Bei größeren Installationen müssen daher entweder sämtliche Geräte einzeln konfiguriert oder separate Automatisierungsskripte eingesetzt werden.

Benutzerverwaltung

IXON bietet standardmäßig Identitätsmanagement-Funktionen für Unternehmen (Single Sign-On, SCIM über Microsoft Entra ID, zeitgebundene Genehmigungsworkflows) mit einer unbegrenzten Anzahl von Benutzerlizenzen in allen Standard-Tarifen. Bei Secomea sind Standard-Benutzergruppen und MFA enthalten, während erweiterte Governance-Funktionen (SSO, SCIM, Genehmigungsworkflows) jedoch den kostenpflichtigen Secomea Prime-Tarifen vorbehalten sind. Die Anzahl der gleichzeitigen Ingenieurverbindungen wird pro aktiver LinkManager-Lizenz lizenziert.

Erweiterbarkeit

IXON ist als offenes IIoT-Ökosystem konzipiert, das REST-APIs, MQTT-Datenstromübertragung, App-Engine-Integrationen, lokale Docker-Container und dedizierte Kundenportale unterstützt. Secomea ermöglicht den Export von Daten von Drittanbietern über JSON-Dateien, beschränkt den API-Zugriff auf seine Premium-Software-Stufe und bietet keine Unterstützung für Container oder SDKs.

IXON vs Secomea: Cybersicherheit 

Sicherheit und Zertifizierung

IT- und OT-Sicherheitsteams in Produktionsbetrieben verlangen zunehmend von unabhängigen Dritten ausgestellte Zertifikate, bevor sie Fernzugriffslösungen in ihren Fabriknetzwerken genehmigen.

  • IXON verfügt über umfassende, von einer unabhängigen Stelle akkreditierte Prozess- und Produktzertifizierungen durch Bureau Veritas: IEC 62443-4-1 (Reifegrad 2 für sichere Entwicklung) und IEC 62443-4-2 (Sicherheitsstufe 2 für Hardware-Funktionen) sowie ISO 27001, 27017 und 27701.

     

  • Secomea verfügt über ein geprüftes Prozesszertifikat nach IEC 62443-4-1, doch die Produktkompetenzen nach IEC 62443-4-2 sind selbstbewertet und nicht zertifiziert. Anstelle eines ISO 27001-Zertifikats stützt sich Secomea auf Bestätigungsberichte: einen ISAE 3402-Bericht auf der Grundlage von ISO 27002 und einen SOC 2 Typ I-Bericht zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Warum die Zertifizierung von Prozessen wichtig ist

Die Norm IEC 62443-4-2 zertifiziert die Produktfunktionen (Authentifizierung, Verschlüsselung). Die Norm IEC 62443-4-1 zertifiziert den Entwicklungsprozess und stellt sicher, dass Bedrohungsmodellierung, getesteter Code und Maßnahmen zur Behebung von Schwachstellen strukturell integriert sind.

IXON vs Secomea: Preisgestaltung

IXON nutzt ein unbegrenztes Flatrate-Preismodell pro Cloud-Portal mit der Free-Tier-Option oder „Remote Access Cloud Plus“ (300 €/Monat). Dies umfasst eine unbegrenzte Anzahl von Benutzerkonten, eine unbegrenzte Anzahl angeschlossener Geräte, eine unbegrenzte Anzahl gleichzeitiger VPN-Tunnel sowie unbegrenzten Datenverkehr ohne versteckte Gebühren.

Secomea verwendet ein komponentenbasiertes Preismodell, bei dem sich die Gesamtkosten nach vier verschiedenen Variablen richten:

  • GateManager: Monatliche oder jährliche Gebühren basierend auf der Anzahl der aktiven, verbundenen Gateways.
  • LinkManager: Lizenzierung pro gleichzeitigem Benutzerplatz, der im System angemeldet ist.
  • Secomea Prime: Gestaffelte Lizenzabonnements (Essential, Professional, Premium) sind erforderlich, um Verwaltungsfunktionen wie SSO, API-Zugriff und individuelles Branding freizuschalten.
  • IP-Endpunkte: Grundlegende IP-Verbindungslimits pro Gateway; zusätzliche Geräteblöcke erfordern ergänzende Lizenzen.

Haftungsausschluss: Dieser Vergleich basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen und Unterlagen vom Stand September 2026. IXON steht in keiner Verbindung zu Secomea A/S. Secomea, SiteManager, GateManager, LinkManager und Secomea Prime sind eingetragene Marken von Secomea A/S.

Häufig gestellte Fragen

Welche Lösung bietet eine umfassendere Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bei der IT-Freigabe durch Endbenutzer?

Beide Anbieter setzen robuste Cybersicherheitsarchitekturen ein, doch IXON wurde speziell darauf ausgelegt, die Akzeptanz bei den Endnutzern (Fabrik-IT/OT) zu beschleunigen. Neben der Zertifizierung durch akkreditierte Dritte gemäß IEC 62443-4-1 (Prozess), IEC 62443-4-2 (Produkt) und ISO 27001/27017/27701 bietet IXON den IT-Teams in den Fabriken native Kontrollwerkzeuge wie Workflows zur Zugriffsgenehmigung, Audit-Protokollierung und ein öffentliches Trust Center mit vorgefertigter Compliance-Dokumentation. Diese transparente Struktur erleichtert es den Sicherheitsteams in den Werken erheblich, Fernzugriffe gemäß den NIS2-Anforderungen zu genehmigen – ohne langwierige Fragebögen oder Verzögerungen beim Onboarding.

Brauche ich GateManager und LinkManager noch, wenn ich Secomea Prime verwende?

Ja. Secomea Prime fungiert als übergreifende Verwaltungsschicht auf Basis von GateManager und LinkManager. Es ersetzt weder die zugrunde liegende VPN-Infrastruktur noch die Client-Lizenzen; Sie benötigen weiterhin GateManager für das Hosting des Gateways und LinkManager-Lizenzen für die Benutzerverbindungen.

Inwiefern unterscheiden sich die Preisstrukturen von IXON und Secomea?

IXON nutzt ein Pauschalmodell ohne Datenvolumenbegrenzung, bei dem eine unbegrenzte Anzahl von Benutzern, gleichzeitigen Verbindungen und IP-Endpunkten im Portal enthalten ist. Secomea nutzt ein modulares Modell, bei dem sich die Kosten anhand von vier Variablen skalieren: angeschlossene Gateways, Lizenzen für gleichzeitige Benutzer, Funktionsstufen (Prime) und IP-Endpunktblöcke hinter jedem Gateway.

Welche Möglichkeiten für den mobilen Zugriff bietet IXON im Vergleich zu Secomea?

IXON bietet native iOS- und Android-Anwendungen, die die gesamte Cloud-Plattform abbilden, sodass Ingenieure direkt auf ihren Mobilgeräten Berechtigungen verwalten, Maschinen-Dashboards einsehen und VPN-Verbindungen herstellen können. Secomea bietet einen browserbasierten Zugriff über LinkManager Mobile, der im Vergleich zum Desktop-Client nur eine eingeschränkte Protokollunterstützung bietet.

Wie wechsle ich von Secomea zu IXON?

Die Umstellung ist einfach und beeinträchtigt den täglichen Betrieb nicht. Maschinenbauer statten neue Maschinen in der Regel zunächst mit IXON-Gateways aus, die den kostenlosen „Remote Access Cloud“-Tarif nutzen, und ersetzen dann schrittweise die vorhandenen Secomea-Geräte. Wenden Sie sich an den IXON-Vertrieb, um einen Termin für ein technisches Migrationsgespräch zu vereinbaren.

Denken Sie darüber nach, von Secomea zu IXON zu wechseln?

Vergleichen Sie IXON mit Ihrer aktuellen Lösung in Ihrer eigenen Umgebung. Fordern Sie ein Testpaket an
und entdecken Sie, wie einfach Fernzugriff sein kann, oder vereinbaren Sie eine individuelle 1:1-Demo.